21.04.2014

My Monday Mhhhhhh #62


Abendbrotzeit bedeutet für mich häufig die erste und einzige warme Mahlzeit. Und für die Jungs ein Ausgleich zum immer häufiger nichtschmeckenden Mittagessen in der Schule.
Willkommen sind dann oft Rezepte, die wir noch nie zuvor ausprobiert haben und die dennoch enthalten, was wir alle mögen.

So fanden sich in den letzten Wochen ein paar feine Rezepte ein und für diese Woche ein schnelles, dass in unserem Sinne etwas abgewandelt geschmacklich voll ins Schwarze traf:

Toastbrot-Spinat-Ei-Muffins


225g Tiefkühl-Spinat auftauen lassen, in ein Sieb geben und die gesamte Flüssigkeit ausdrücken. Zwölf Toastbrotscheiben mit einem Nudelholz platt rollen und ebenso viele Muffinförmchen einfetten. Die Toastscheiben ein bisschen zusammenfalten und vorsichtig in die Mulden drücken. Eine Zwiebel und eine Knoblauchzehe schälen und fein würfeln.

1 EL Öl erhitzen und die Zwiebel mit dem Knoblauch anschwitzen, den Spinat dazugeben und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Den Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Die Spinatmasse in die Toastbrotscheibenmuffins geben. Sechs Eier gut verquirlen, auf den Spinat verteilen und die Muffins ca. 20 Min. backen.

Guten Appetit!


20.04.2014

SINNblick 2014 - April [Februar/März]


Die letzten zwei Monate Sinnblickliches der Streuobstwiese waren hier gnadenlos unter den Tisch gerutscht, so dass ich sie jetzt einfach ganz frech und frei heute noch mit zeigen werde, um den Wandel unseres Kleinods zu verewigen.

Februar

gesehen: viel, viel Abgesägtes.
gehört: ein wenig Autobahn am Anfang, Motorsägengeräusche dazwischen und den zarten Wind am Ende
gerochen: frischer Duft von abgesägten Apfelbäumen
gedacht: OHJE! Als ich den Weg zum Kleinod nahm und mir entgegen aller Erwartungen ratzeputzgesäbelte Baumskelette entgegenwinkten, ward mir ein wenig bang ums Herz, dass aus dem Kleinod irgendwie ein Kleintod werden könnte. Dass der wahrlich notwendige Verschnitt einzelner Baumreihen nur zum Besten der Streuobstwiese sein sollte, konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Zu nackig, zu kahl sah alles aus.

Es blieb der zarte Hauch von Herbsthinterlassenschaften.




Und ein bisschen Winterzauber.


März



gesehen: endlich Sonnenschein und erste zarte Apfelknospen
gehört: Vogelgezwitscher
gerochen: immer noch Holzgeruch der verbliebenen Baumstümpfe
gedacht: Dass ich ziemlich ungeduldig bin mit dem Frühling. Ich wünschte in jenem Moment, es wäre wärmer und die Kahlheit der Bäume läge nicht so schwer auf dem Gemüt.



Und dann endlich - April!

Ein grandioser Wandel, den das Kleinod vollzogen hat, einer, den man wahrlich genießen muss.



gesehen: feinste Apfelblüten, Löwenzahn in großen Mengen und endlich Grün auf der Wiese
gehört: Vogelgezwitscher, lachende Kinder, Knistern des Feuers
gerochen: Apfelblütenduft, Lagerfeuerbratenduft, geröstete Kartoffeln
gedacht: So kann es bleiben und noch viel schöner werden und wie schön es ist, wenn man den ersten Nutzen aus der Wiese ziehen kann, der sich so wunderbar streichzart auf dem Jausenbrot macht..


Denn gestern Abend haben wir ein kleines Osterfeuerzusammensein am Abend genossen, den Kindern beim Spielen zugesehen und einem bezaubernden Sonnenuntergang beiwohnen dürfen, der nicht nur fotografisch ein absolutes Highlight war, sondern alles in ein solch wunderbares Licht tauchte, dass man in einem wahren Märchenwald zu sein schien.


Der ausrangierte Hasenstall bietet Platz für viel Gegrilltes.





Bei solche einer Stimmung zeigt sogar der auf der Wieser stehende Mast seine fotogene Seite.


Und der Sieger in puncto größtes Osterfeuer waren die Anwohner, in einigen hundert Meter Entfernung, die uns ein besonderes Spektakel boten.



So darf es weitergehen mit dem SINNblicklichen und dem 12tel Blick.

17.04.2014

Vier.


Jahre.
Samtpfote.
Köpfchenreiber.
Schlechtelaunevertreiber.
Kuschelmonster.
Liebevoll.
Schön.

Manchmal auch anders.

Happy Birthday, du kleines Bündel Fell. Kekskrümelverteiler. Bettdeckenanwärmer.
Du bist immerfort wunderbar.
Danke für´s Dasein!

Beauty is really where you find it.

Womit ich bei einem schmerzlichen Thema wäre.
Es fehlt.
Fehlte.

Das Fotografieren in den letzten Monaten. Die Arbeit und die damit verbundene Zeitknappheit sorgte nicht nur für innerfamiliäre Spannungen, sondern gleich noch dazu, dass ich mich in jeglicher Hinsicht ausgebremst fühlte. Kein Blick mehr für´s Schöne, blankes Alltagsgerassel um mich herum. Funktionieren. Und der Blick durch die Kamera war kein kreativer Prozess mehr, es war reines Knipsen. Was hinten bei raus kam, ist nichts, was auch nur annähernd wert war, angesehen zu werden.
Das Ende vom Lied: Ich höre auf zu knipsen.

Ich will wieder fotografieren, möchte Bilder zaubern, die Geschichten erzählen, die berühren, die das Gefühl zum Betrachter schicken, dass ich in jenem Moment empfinde.

Kein leichter Weg, wenn man sich angewöhnt hat, schnell mal abzudrücken und aus der Masse das Beste herauszuholen.
Stattdessen lieber nur ein, zwei Bilder.
Aber die in Ruhe und mit der nötigen Sorgfalt. Und lieber mal auf eine Aufnahme verzichten, wenn man von vorherein weiß, das die Gegebenheiten nicht stimmen.
Was nicht heißen soll, dass es in Zukunft nur perfekte Bilder zu sehen gibt. Den Anspruch habe ich nicht.

Aber ich möchte so gern wieder achtsam sein.

Und mir Zeit nehmen. Um selbst zu staunen.


Ich möchte die Magie des Moments einfangen.

Und dem Leben auch mal die Zunge raustrecken.

Das Schöne einfach und überall entdecken.


Und somit weiterwachsen.


Donnerstag bleibt also mein Beauty is where you find-Tag.
Damit ich nicht verharre.

Habt eine schöne Osterzeit!

14.04.2014

My Monday Mhhhhhh #61


Auf unserer Streuobstwiese erwacht so langsam wieder das Paradies.
Die Apfelbäume stehen in schönster Blüte und so haben wir den gestrigen Tag auf unserem Kleinod verbracht. Es bleibt zu hoffen, dass der einsetzende Regen nicht wieder alle Blüten abspült, so wie wir es leider im letzten Jahr erleben mussten.


In naher Zukunft werden wir ein paar Schafe aufnehmen bzw. deren Besitzerin Grund und Boden zum Weiden zur Verfügung stellen und uns somit das Sensen sparen.

Noch ist das Gras nicht allzu hoch und der bei manchem Gärtner ungeliebte Löwenzahn steht in voller Blüte - ein Paradiesgarten für Ameisen und Bienen. Und so schön anzusehen.

Mitten im Entspannungsmodus am gestrigen Nachmittag kam der Gedanke auf, in diesem Jahr ein paar feine Köstlichkeiten aus dem Garten Mutter Natur herzustellen ... schob sich der zarte Geruch von geköcheltem Blütenzauber in die Nervenbahnen.

Also pflückte ich, bevor der Lauf der Jahreszeiten noch mehr Blüten in den fotografischen "Ohhhh wie zauberhaft!"-Modus schickt, flugs einen Beutel voll Gelbem ab.

Rupfte aus dem Grün den Flausch heraus und zauberte daraus das heutige Montagsmhhhhhh:

Löwenzahnhonig

 

Ihr benötigt 300 g Blüten, 1500 ml Wasser, 1500 g Zucker und eine Zitrone.

Die Blütenköpfe waschen, trockenschleudern und die gelben Blütenblätter aus dem Grün heraustrennen.
Mit Wasser auffüllen, die Zitronen geviertelt zugeben, aufkochen und dann eine halbe Stunde köcheln lassen.
Durch ein Sieb oder ein sauberes Baumwolltuch gießen und dabei den Sud auffangen, die Blüten so gut es geht ausdrücken.
Dem Sud den Zucker beigeben, gut durchrühren und das Gemisch so lange auf mittlerer Hitze kochen, bis es eindickt (bei mir ca. 50 Minuten).

In saubere Gläser abfüllen, verschließen und auf dem Kopf stehend abkühlen lassen und schon habt ihr euch die nächste Brotzeit gesichert!



Wer keine Lust hat, die Blütenblätter auszurupfen, der kann die Blütenköpfe auch im Ganzen kochen, sollte dann allerdings darauf achten, dass wirklich alles der Stiele entfernt wurde.

Und was gab´s bei euch so?

07.04.2014

My Monday Mhhhhhh #60


Als oft-mehr-als-benötigt-Köchin, bleiben bei uns sehr häufig Reste, die in den darauffolgenden Tagen weiterverarbeitet werden. Meine Lieblingszutat hierbei sind Kartoffeln, die diesmal in die Pfanne wanderten.

Die Erdäpfel in kleine Stücke schneiden und in Öl anbruzzeln, in der Zwischenzeit Zwiebeln und drei Scheiben Schinken kleinschneiden, Bohnen aus der Dose abtropfen lassen.

So bald die Kartoffeln zu bräunen beginnen, Zwiebeln und Wurst dazugeben und durchbraten.
Am Schluss die abgetropften Bohnen dazu, alles nochmal kräftig erwärmen und mit Majoran, Salz und Pfeffer abschmecken.
Wer mag, kann, wie in unserem Fall auch noch getrocknete Tomaten und geröstete Pinien-Sonnenblumenkerne dazugeben.

Fertig ist die Kartoffel-Bohnen-Pfanne, die im Gegensatz zu den letztens erwähnten Fischböllern für allseitig volle Mägen und dieses "Mhhhhh, lecker!"-Gefühl sorgte.

Na dann: Guten Appetit!