29.09.2014

sonntag:S:kizzen 02 (zum Montag)



Das Hundekindekind versucht, die Weltherrschaft an sich zu reißen.
Und ich bin eine Woche lang dabei, zu kollabieren.
4.30 Uhr ist wahrlich keine Zeit, um den Schönheitsschlaf zu unterbrechen.
Könnte das bitte jemand mal diesem Plüschmonster erklären!

Montag schleppen das große Kind und ich die zwei Stubentiger zum Tierarzt: Ne fette Erkältung, vermutlich eingeschleppt durch´s große Kind. Wusstet ihr, dass sich die Kater das mal schwups eben beim Menschen einfangen können und umgekehrt genauso. Ich verpacke also eine Woche lang Antibiotika in Leberwurst.
Wenn alles nur so einfach wäre.

Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag - täglich grüßt das Murmeltier beim morgendlichen "Früh übt sich im zeitig Aufstehen ...". HUUUUHUUUUND! (So werden wir keine Freunde!)

Das HundepuberTIER versucht die gesamte Woche über die Weltherrschaft an sich zu reißen und ich lerne dazu. Dass vermeintliche Stubenunreinheit nicht bedeutet, dass das Hundekind blasenkrank ist oder dass  es plötzlich verlernt hätte, nur noch draußen zu pinkeln oder dass einmal "markierte" Stellen in der Wohnung einfach zu gut riechen, als dass es nun immer da hinmachen müsste.

Es ist schlicht und ergreifend meine eigene Dämlichkeit, die das Hundekind dazu treibt.

Pffffffff.

Ja, das Fräulein braucht weniger Aufmerksamkeit, kein Begrapschen, wenn wir draußen unterwegs sind, sondern will einfach nur gelobt werden und das Leckerli ins Maul gestopft bekommen, ohne dass Muttern dann noch ständig eine große Runde Streicheleinheiten hinterherwirft..
Na Himmel, dass muss einem doch mal gesagt werden!
Warum steht so was nicht in der Gebrauchsanweisung?

Also klopf ich mir auf die Finger, die meinen, dem Hundekind ständig hinter den Ohren kraulen zu wollen, weil es so zuckersüß ist. Und lobe in höchsten Tönen, wenn es brav zurück kommt und mecker nur noch wenig, aber wenn, dann kurz und knackig mit tiefer Stimme.
Und siehe da: Es geht doch.

Damit wird´s mit einem Mal zum Ende der Woche tatsächlich richtig schön.

Samstag powert sich das Hundekind in der Hundeschule aus - und verwackelt auf jedem Bild.


Sie hat ihren Spaß, gibt sich lammfromm, so dass die Trainerin gar nicht weiß, wieso ich so rumjammere (Danke, Hundekind!) und ist am Nachmittag total groggy.



Aber selbst dann schafft sie es, dem kratzenden Bleistift auszuweichen, in dem sie sich wieder zig Mal umbettet .. grrrrrrr.

Dafür liegt der Kater seelenruhig und gestauchtverbogen bei mir im Bett - wie kann man nur so schlafen?

Während etlicher Hundekindschlafstudien stelle ich fest: Es müsste eigentlich orange-braun gefärbt sein, denn es sieht oft aus wie ein kleines Füchslein, wenn es im Körbchen ruht.

4.30 Uhr ist auch für eine Sonntag eine Uhrzeit, in der man nicht nach Sonnenschein fragen will - ABER - der morgendliche Spaziergang nach dem langen Aufwachprozedere meinerseits entschädigt für fast alles.
Dem dicken Nebel ums Haus herum entschwinden wir in höhere Lagen und tauchen in eine andere Welt. Morgennebel im Sonnenschein und Tautropfen auf Gräsern und feinsten Spinnennetzen.




Wenn das der Herbst ist, dann darf er gerne bleiben mit seiner Kühle am Morgen.
Mit dem Strahlen seiner Farben.



Dann freue ich mich noch viel mehr auf die Fundstücke am Wegesrand, die der Sommer hinterlässt und der Herbst noch ein wenig konserviert.

Lasse mich liebend gern auf dem Morgennebelspaziergang über den Gartenzaun grüßen.

Und kehre zum weltbesten Kuschelkater zurück, der es im Gegensatz zum Hundekind braucht, geknuddelt und verwöhnt zu werden.

So darf sie weitergehen, die gerade begonnene Herbstzeit.

Mit Apfelplinsen, nach dem  Rezept von hier.


Und Äpfeln von der Streuobstwiese. (Da sind sie liebe Ghislana!)


Herzlich Willkommen, so mitten im Herbst.

21.09.2014

sonntag:s:kizzen:01


Hier kommt man ja zu nix, deswegen eine kleine Zusammenfassung der Woche in Bildern. Des wenigstens mal einen Zeichenstift angefasst habens wegen. (Zum Vergrößern anklicken!)



Momentan rast die Zeit.
Oder besser ich.
Wegen Terminüberflutung geschlossen.
Das große Kind ordentlich eingespannt.
("Du wolltest auch einen Hund!")
Ich wünsche mir, meine Hand könnte zaubern.
Kann sie aber nicht.
Also kritzel ich abends neuerdings ein illustriertes Tagebuch.
Der Übung wegen.

Und sonst so?

Nun. Das Wetter spinnt.
Sitze ich in der Weiterbildung strahlt die Sonne.
Habe ich frei, zieht jemand den Stöpsel und überschüttet uns mit badewannenartigen Güssen. Das Gewitter legt den Telefonanschluss von Mama und Papa lahm. Hoch lebe das Mobiltelefon.

Aber immerhin am gestrigen Tage zwischen zwei Gewittern dann doch ein lohnenswerter Ausflug.



Weltuntergangsstimmung scheinbar, aber so wundervoll.
Und wie gemacht für Katjas In Heaven!

Ich mopse mir ein paar Äpfel von der Plantage und will das Hundekind skizzieren, als es daheim schläft. Nur dummerweise bettet es sich vier-fünf-mal um, also beginne ich immer wieder von vorn und bleibe dann einfach dabei, nur die Pfoten anzuvisieren. Die sind am schnellsten gezeichnet.





Und jetzt schon wieder Dauerguss im Außen.
Ein Wetter zum Drinbleiben und erstmal genüsslich frühstücken!

Euch wünsch ich einen wundervollen Sonntag.

PS: Ich werd in naher Zukunft nicht mehr dazu kommen, das Montagsmenü zu kreieren. Wenn jemand den Rezeptemontag auf sein Blog übernehmen möchte, kann er sich gerne bei mir melden!

14.09.2014

Wenn die Sonntagsfreude weit über den Sonntag hinausreicht ...

Der Regen trommelt sanft auf das Blätterdach des Grüns vor unserem Haus.
Auf meiner frühlingsgrünen Regenjacke hinterlässt er ein "plock-plock-plock" und das Gefühl, dass der Sommer in den Herbst wechselt und den Gedanken, dass ich mir dringend ein paar Gummistiefletten zulegen muss, um in Zukunft mit dem Hundekind durch die Wiesen streifen zu können, ohne mit nassen Strümpfen heimzukommen.
Ich mag den angehenden Herbst. Und freue mich, wenn das Hundekind Spaß an den herabfallenden Blättern hat.
Es hat sich einiges verändert in den Wochen seit Suna da ist.
Das Beste vorweg: Sieben Kilo weniger auf den Rippen!
Nicht alles der nun vielen Bewegung geschuldet, so manches Gramm sicher der Sorge, ob das alles eine gute Entscheidung war, ob es gut klappt mit der Eingewöhnung, mit dem Alleinbleiben, mit ...
Ja es klappt.
Es waren jede Menge Sorgen umsonst.



Dafür rutschen nun ein paar Hosen und so manch anderes Kleidungsstück passt wieder perfekt. Kleider, die ich schon aussortiert, aber noch nicht zur Tafel gebracht hatte, durften wieder in den Schrank einziehen, manch anderes, was noch drinnen lag, wird jetzt wieder mit stolz gewschwellter Brust getragen.

Das Hundekind macht Freude.
Es ist ein Sonnenschein, die Freundlichkeit in Person.
Es vereinen sich Lernbereitschaft mit einem kleinen Dickkopf, den ich ab und an gern bei den Hörnern packen möchte :-)

Was andere als Belastung ansehen, dieses tägliche Rausmüssen bei Wind und Wetter - ich nehme es mit Freude.
Suna ist mein mobiles Fitnessstudio und ich freue mich schon auf denTag, an dem wir lange, ausgiebige Spaziergänge machen dürfen. (Wachs mal schneller, du Hundekind!)

Im Moment, da ich tagsüber stundenlang dem Weiterbildungstrainer per Headset zuhören, dabei in den Rechner starren und zeichnen muss ...


und nebenher noch schnelles Schönschreiben übe ...


bin ich froh, dass der Kurs nach zwei Mal Umfallen zu erreichen ist und ich in der  Mittagspause mit dem Hundekind den Kopf freipusten kann. Diese Art des Fernunterrichts ist interessant, aber ungewohnt und strengt in den ersten Tagen ziemlich an.

(Vorallem dann, wenn des Fräuleins Blase schon um 4.30 Uhr nach einer dringenden Entleerung rief und man selbst zu jenen Menschen gehört, die nach einem solchen Kurzausflug an die frische Luft nicht mehr einschlafen können.)

Schön jedoch, wenn ich so langsam verstehe, was man mit diesem Programm alles zaubern kann. Zum Lernen dann abends nochmal an den Rechner, obwohl man der Kiste schon mächtig überdrüssig ist! Nützt aber nix, nächsten Freitag läuft die erste Prüfung!

Also zwischendurch raus, raus, raus!

Luft und Weite atmen.
Kastanien sammeln, das Hundekind springen lassen.
Einmal hin ....


und natürlich wieder zurück ... und dabei liebevoll säuseln "Suuuunaaaa, hierheeeeer."


Hübschmadamchen kommt!
Und wie schnell.
Denn nur ich hab die leckersten Leckerlies auf der Welt in meiner Tasche.
Gekochte Pute. Zum Verwöhnen. Erziehen. Belohnen.
Funktioniert immer.
Hier ...


Sag ich doch!

Was übrigens auch immer funktioniert: Der Fotografin kurzerhand vor die Linse hopsen.


Na gut, dann kennt ihr jetzt auch mal Sunas lustigen Ringelschwanz. Als Tragegriff leider ungeeignet.

Und wenn ich mal nicht am Hundekind herumerziehe, sondern dieses frei tun und lassen darf, was es will, dann bleibt genügend Zeit, um Sonnenaufgänge zu genießen ...


sich am Wiesenblütenbestand zu erfreuen ...



und dem Plätschern des kleinen Bachs zu lauschen.


Es kann natürlich passieren, dass man sein Hundekind in etwas anderer Form wiederbekommt, als man es zuvor in die Freiheit entlassen hatte und sich jenes fragt, wieso man stets meint, es solle sich nicht so dreckig machen ...


Aber das nehm ich in Kauf.
Der Regen spült das Hundekind wieder sauber, bevor wir zuhause eintrudeln.

*plock*
*plock*
*plock*

Und am Abend denk ich mir:

Welch wundervolles Glück auf vier Pfoten wir doch haben - ich möcht es nicht mehr missen!


02.09.2014

Gummibärchenerinnungen.

Wir haben eine Unmenge Brettspiele.
Manche doppelt und dreifach.
So wie das klassische "Mensch ärgere dich nicht", bei dem ich mich regelmäßig ärgere, wenn die Augenzahl auf dem Würfel mal wieder nicht mit dem übereinstimmt, was mein Weg ins Ziel benötigt und ich mit Taktik also auch keinen Schritt weiterkomme.
Beim Ausmisten des Kellers Anfang der Ferien fand sich eine Variation des Brettspiel mit dem süßen Namen "Bärchen ärgere dich nicht", zu schade zum Wegwerfen, zum Spielen ... nunja, drei andere sind genug. Außerdem fand ich das durchsichtige Brett nicht besonders toll.
Was also tun, wenn man sich nicht trennen kann, wegwerfen aber auch nicht ansteht?
Klar, gibt´s nur eines: Upcyclen!

Und da der lieben Ninas Upcycling-Dienstag wieder begonnen hat, schicke ich diesen Beitrag, der ein Special bei Barbaras Sommergästen war, heute noch hinterher.

Wer also wissen möchte, was aus den Bärchen wurde und wieso sie zum Helden des Alltag gekürt werden, der lese auf dem schönen Blog von dramaqueen meinen Upcycling-Beitrag zum Thema "Gummibärchenerinnerungen".


01.09.2014

Das Glück hat vier Pfoten. - oder My Monday Mhhhhhh #75

Seit knapp fünf Wochen wohnt ein kleines Bündel Fell bei uns.

Jung.
Dynamisch.
Hüpfend.
Sich freuend.
Schwanzwedeln am Morgen.
Mittag.
Abend.
Und draußen ein Springinsfeld.
Mit Manieren.
Mehr.
Oder weniger.

Kein Wunder also, dass hier im Blog eine gewisse Ruhe eingekehrt war.
Denn Suna brauchte Zeit.
Zum Eingewöhnen.

Sie ist jetzt zarte 21 Wochen jung, stammt aus einem Tierheim und vereint den quirligen Yorkshire und charmanten Cairn Terrier in sich. Vater unbekannt, von daher bleibt sie ein wenig ein Überraschungspaket.
Trotz aller Bedenken hinsichtlich Hund und Katz unter einem Dach sei gesagt: 
Beide Seiten sind vorbildliche Mitbewohner.

Und im Urlaub, den sie nach nur einer Woche im neuen Zuhause schon im Zelt verbringen durfte (oder eher musste), zeigte sich die kleine Dame von ihrer besten Seite. Nur an ihrem Arbeitseinsatz beim Zeltaufbau müssen wir wahrlich noch arbeiten.

Dafür im Zelt die totale Entspannung.

Und eine Hundedame, die Tretbootfahren und Tischtennisbälle über alles liebt!

Wenn man Star Wars mag, dann braucht man unbedingt einen Yoda-Hund.

Ein gut erzogener Hund wird nicht drauf bestehen,
dass du die Mahlzeit mit ihm teilst,
er sorgt lediglich dafür,
dass dein Gewissen so schlecht ist,
dass sie dir nicht mehr schmeckt.
Helen Thomson

Da sie aufgrund ihrer Umstellung im neuen Heim erst mal nur gekochte Pute bekam, um den Magen zu beruhigen, waren die Jungs davon so angetan, dass es also auch hier nach langer Zeit mal wieder Putenfleisch gab. In Honig-Lavendelgelee-gebraten und mit Sahne verfeinert. Dazu allseits beliebte Pommes und fantastische "gehn-immer-Bohnen".

Ich hoffe, ihr ward in der Zwischenzeit fleißig am Kochen, Backen und anderweitig in der Küche arbeiten. Dann immer her mit euren Leckerlichkeiten.