Die sieben Freiheitssegler


Jedes Jahr vor Weihnachten revueriert ein ganzes Jahr in Bildern auf meinem Rechner, wenn die Kalender für Omas und Opa gefertigt werden. Ziehen all die schönen Momente mit dem großen und kleinen Monsieur vorbei und die Erinnerung zaubert mir ein wohtuendes Hach und tiefe Dankbarkeit mitten ins Herz.
Dankbarkeit für zwei wunderbare Kinder, die meine Haare noch nicht ergrauen lassen, sondern so manches Mal mit einem guten Witz am Frühstückstisch den Tag gebührend erheitern. Die beim Kochen gern die helfende Hand sind und mir in vielen unbeobachteten Momenten pure Glücksseligkeit schenken, wenn ich ihnen beim ausgelassenen Treiben zusehen kann. Wenn ich entdecke, wie sie munter ihren Weg gehen. Nicht immer stolperfrei, ab und an fallend, aber wiederaufstehend und Krone richtend weiter im Fluss des Lebens.
Es ist eine Wohltat, sie aufwachsen und gedeihen zu spüren. Sie dazu noch gesund und munter zu wissen, das ist das größte Geschenk zu Weihnachten.
All zu oft nur nimmt man Letzteres als gegeben und normal hin, geht der Wert dessen in den Weiten des Alltags verloren.

Als Nina neulich über Szymon und Helenes Helfer schrieb, da geriet mein Herz ein wenig ins Stocken und es wurde mir bewusst, wie gut wir es haben. Wie gut ich es habe. Dass ich gesund bin, die Jungs gesund sind, dass es meinen Eltern und dem Rest der Familie gut geht, dass alle Freunde wohlauf sind.

Nur ein Mal in meinem Leben musste ich bangen, mich fragen, wie es weitergeht, ob am Ende alles gut wird. Ob die Kinder mit ihrem Papa großwerden. Sie haben ihn noch und das ist ein großes Glück, für das wir dankbar sein können. Auch wenn wir im Leben nun getrennte Wege gehen, so bleibt die Erinnerung an jene Zeit und das Glück, es damals gemeinsam geschafft zu haben, mit allen Ängsten, allem Bangen, dem Hoffen und einer großen Portion Liebe.

Dankbarkeit.

Mit Ninas Beitrag tauchte die Frage auf, wie es wohl Eltern ergehen mag, die dieses Glück nicht haben. Die täglich um das Leben eines geliebten Menschen, das des eigenen Kindes bangen müssen. Die oft in mühsam bürokratischen Verfahren um das Mindeste für ihre Anvertrauten kämpfen müssen.

Bangen.

Und in all das sponn sich der Gedanke, was ich, was wir tun können, um zu helfen?
Weil Menschlichkeit, Mitgefühl, Empathie, Trost und helfende Hände nicht nur in der Weihnachtszeit, wo sich die Herzen weiten, gefragt sind, sondern ein ganzes Jahr hindurch.
Wie man anderen Menschen ein kleines Stückchen Erleichterung in einem oft schwierigen Alltag schenken kann?

Freiheit.

Als ich neulich die Papierschiffchen verkupferte und mir in die nahende Winterzeit ein wenig Sommer und die Weite des Meeres wünschte, verband sich mit dieser Werkelei der Gedanke an die große Freiheit, das Loslassen von allen Sorgen und Nöten.

Und am Ende schloss sich der Kreis mit dem Kunstprojekt initiieren, Helfen wollen und Schiffchen verliebtsein auf ganz eigene Weise, dem Gedanken an die sieben Freiheitssegler.



2014 wird für mich das Jahr, in dem ich den Verein Helenes Helfer unterstützen möchte.
Für jede Woche des Jahres werde ich ein kleine Mobilé aus sieben Papierschiffchen herstellen, jedes wird ein Unikat sein und jedes soll den Verein finanziell unterstützen.

Wie das geht?

Zur freitäglichen Kinderzeit werde ich die Mobilés hier auf dem Blog versteigern. Das Geld wird nicht auf Umwegen dorthin gelangen, wo es gebraucht wird, sondern soll direkt an den Verein überwiesen werden.
Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass ihr dieses Projekt unterstützt.

Indem ihr es weitertragt in die Herzen der anderen Menschen, online wie offline.
Indem ihr vielleicht selbst ein Mobilé bastelt, das ihr dem Projekt zuführt.
Indem ihr Porto spendet.

Und zu guter Letzt das Beste:

In dem ihr euch hoffentlich in eines der kleinen Freiheitsseglermobilés verliebt und selbst eines erwerbt.

Lasst uns gemeinsam ein Jahr lang für mehr Menschlichkeit einstehen, wo Behörden und Krankenkassen entsagen.
Das und nichts anderes wünsche ich mir für 2014.



Ich danke euch, dass ihr bis hierhin gelesen habt und wünsche ich euch ein wundervolles, besinnliches Weihnachtsfest im Kreise eurer Lieben. Mögen alle gesund und munter bleiben oder werden!

Alles Liebe
Katja

1 Kommentar:

  1. Nanu ... bis jetzt noch kein Kommentar? Dabei ist das so eine tolle Idee, die sollte "Schule machen"! LG Wiebke

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Schön, dass du hier bist. Ich freu mich sehr über ein nettes Wort oder zwei oder drei :-)